Biodanza für Organisationen

"Der Tanz fordert den befreiten, den schwingenden Menschen im Gleichgewicht aller Kräfte." (Augustinus)

Über 20 Jahre Berufs- und Lebenserfahrung in und mit verschiedenen Unternehmen (mal als Mitarbeiterin, mal als Führungskraft) haben mir eins zu jeder Zeit klar gemacht: Gerne rücken Unternehmen den Menschen bei allen gut gedachten Veränderungen und Anpassungsprozessen in den Mittelpunkt – und da steht er dann. Meistens im Weg oder einfach nicht an dem Platz, der gut für ihn oder sie wäre.

Wir müssen den Menschen immer in seiner komplexen Ganzheit sehen und dort ansetzen. In dieser Ganzheit ist der Mensch einzigartig beweglich – körperlich und geistig. Wollen wir der Dynamik der Veränderung Rechnung tragen, müssen wir also in Bewegung kommen. Nur dann können wir unseren zahlreichen Aufgaben mit Energie und Kreativität begegnen.

Biodanza geht davon aus, dass alles in uns angelegt ist, was wir für ein erfülltes und gutes Leben brauchen. Dies lässt sich auf die Arbeitswelt übertragen, denn hier findet ein großer Teil unseres Lebens statt. Von Work-Life-Balance zu sprechen verwischt die Tatsache, dass Leben immer ist – es gibt keine Trennung. Dennoch ist es wichtig diesem Konzept Rechnung zu tragen. Der Mensch als Kulturwesen ist sich seiner unterschiedlichen Rollen mehr oder weniger bewusst. Kommt er oder sie hier aus dem Gleichgewicht macht sich das bemerkbar auf geistiger und/oder körperlicher Ebene. Das ganz natürliche Streben des Organismus nach Homöostase wird durch Biodanza unterstützt.

Was können wir also mit Biodanza in einem organisatorischen/systemischen Umfeld erreichen?

Beweglichkeit verbessern

Das ganze Leben ist Bewegung – ständig und immer.
Wenn wir beweglich sind und bleiben können wir den vielen Anforderungen der täglichen Arbeit mit Leichtigkeit und Gelassenheit begegnen. Wir stärken unsere Resilienz, lösen Starrheit auf, weil wir Handlungspielräume erkennen. Erst im Workshop und dann im Alltag.

Vitalität erleben und Gleichgewicht wiederfinden

"Faul sein ist wunderschön! Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen." (Pippi Langstrumpf)
Wie geht das: Energie auftanken? Wann gehe ich über meine körperlichen und mentalen Grenzen? Was kann ich tun, um besser hauszuhalten? Auf diese Fragen findet Biodanza in einer Bewegungseinheit Antworten. Es wird schlichtweg geübt, und der Körper erinnert sich. Wir werden klarer und fokussierter.

Querdenken und Kreativität entdecken

"Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut." (Pippi Langstrumpf)
Um neue Zugänge zu unserer Kreativität zu finden, gehört Mut. Wir müssen dafür nämlich loslassen: Loslassen, was das Beste wäre oder angebracht oder wie man es immer getan hat. Das ist schwer im Alltag. Wir sind eingebunden in unsere Systeme und Lebensrollen. Sich in einer geschützten Gruppe auszuprobieren lässt den Mut wachsen. Es schafft Zugänge zum kreativen Spiel des Kindes und setzt so neue Energien frei.

Beziehungen stärken und Kommunikation fördern

"Wir können nicht nicht kommunizieren." (Paul Watzlawick)
Und genau so können wir nicht nicht in Beziehung sein. Es ist die große Fähigkeit des Menschen sich zu vernetzen, Kontakte zu knüpfen und Beziehungen aufzubauen. In der digitalen Welt ist diese Fähigkeit gefragt – wahrscheinlich hat sie uns überhaupt so weit gebracht. Wie kann ich nun Beziehungen stärken? Wie die Dynamik der Gruppe nutzen? Und wo und wie grenze ich mich ab? Wie bleibe ich Individuum und kann doch Teil der Gruppe sein?

Da die Gruppe wesentlicher Bestandteil einer Erlebenseinheit in Biodanza ist, erhalten die TeilnehmerInnen einen ganz natürlichen Zugang zum Umgang mit der Klein- und Großgruppe.

Sonnenkind